Buchempfehlung: „Der Chat“

25. Februar 2016

Der Chat
Roman
Autorin/Autor: Klaus/Klaus
Cosmos Verlag

„Der Chat“ ist ausschliesslich in Form eines Klassen-Chats geschrieben. Die Lesenden erleben mit, wie eine Schulklasse einen Mord erlebt – doch es bleibt nicht bei dem einen Todesfall. Schliesslich kommt es zu einem Showdown, der sich gewaschen hat.

Der Roman ist in authentischen Chat-Dialogen geschrieben, die so in jedem Klassen-Chat real vorkommen können. Die Sprache ist teilweise derb und sexistisch – aber real. Erstaunlich, wie es die Autorin und der Autor geschafft haben, die Geschichte nachvollziehbar zu entwickeln, ohne den Chat-Rahmen, den sie sich gegeben haben, verlassen zu müssen. Nach einem Knick im Spannungsbogen im zweiten Teil kommt es in der Geschichte zu einem überraschenden Ende.
Eindrücklich ist auch, wie aufgezeigt wird, wie sich die Jugendlichen in ihrer eigenen Welt bewegen – und dadurch auch von jeder Hilfe von ausserhalb abgeschottet sind.


Nächste Referate:

28. Januar 2016

Dienstag, 2.2.2016

Oberstufe Weiningen
Schulklassen und Elternabend


Nächste Referate:

11. Januar 2016

Kantonsschule Rämibühl, Realgymnasium

13.1.2016: Elternabend
15.1.2016: 1. Klassen


Nächste Referate:

6. Dezember 2015

7. und 10. Dezember 2015

Sekundarschule Döltschi, 1. Klassen


Nächste Referate:

20. November 2015

23. November – 30. November 2015:

Sekundarschule Thalwil; 1. Klassen und Elternabend


Nächste Referate:

8. November 2015

9. November 2015

Kantonsschule Freudenberg, 1. Klassen und Elternabend


Was Medienkompetenz mit Hundehaufen zu tun hat

2. September 2015

Anfangs Jahr wurde die von Microsoft und Symantec betriebene Präventionsseite „security4kids“ vom Netz genommen. Microsoft äussert sich dazu folgendermassen:

[„Als Microsoft und Symantec mit Partnern die Initiative 2006 gründeten, war security4kids weitgehend allein auf weiter Flur. Mittlerweile hat das Thema Online-Sicherheit und Medienkompetenz – glücklicherweise – Einzug in den Mainstream gehalten und Schulen, Lehrkräfte sowie Eltern sind sich ihrer Verantwortung bewusst.“; https://www.innovativeschools.ch/Blog/Neuigkeiten_06_15/2726_Neuigkeiten_06_15_Detail.htm?mNews=63; aufgerufen am 2.9.2015]

Auf den ersten Blick scheint dies eine Erfolgsmeldung zu sein: Da wir nun in Medienkompetenz geschult sind, ist der Betrieb der Präventionsseite nicht mehr nötig. Die Sache hat aber einen Haken, den ich Ihnen gerne mit dem Parallelbeispiel der „Hundehaufen-Problematik“ darlegen möchte:

Wir alle hassen es, in Hundehaufen zu stehen – es ist widerlich. Würden wir die Problematik gleich angehen, wie die Gefahren des Internets, so würden wir folgendermassen vorgehen:

Es gäbe eine Schulung in „Hundehaufen-Erkennungs-und-Beseitigungs-Kompetenz“ ™. (Diese Schulung wäre nicht ganz billig – aber man gönnt sich ja sonst nichts.) Folgende Bestandteile würden uns erwarten:

1. Sicheres Erkennen der Hundehaufen (entspricht den Internetgefahren: Viren etc.)

2. Effektive und vollständige Beseitigung der Haufen mit Robidog-Säcklein (entspricht der Aktivierung von Virenschutzprogrammen)

3. Verkauf der dazu nötigen Utensilien: Robidog-Säcklein, Handschuhe, Giesskannen etc. (entspricht dem Verkauf von Virenschutzprogrammen, Backup-Programmen, Helpline-Abonnementen etc.)

Und warum gibt es diese „Hundehaufen-Erkennungs-und-Beseitigungs-Kompetenz“ ™ nicht? Weil wir einfachen Gemüter davon ausgehen, dass der Hundehalter selber diese Haufen entfernt. Nur im Internet ist es so, dass einer den Haufen macht (Site-Betreiber wie Youtube, Facebook etc.) und der Leidtragende ihn wegräumen muss.


Nächstes Referat:

16. Juni 2015

Dienstag, 16. Juni 2015

Schule Lindau
Elternabend Sekundarschule und Primarschule


Post von Erika

29. April 2015

Heute habe ich von Erika folgenden Kommentar zu einem meiner Blogbeiträge erhalten:

I’ve been browsing online more than three hours nowadays, yet I by no means discovered any attention-grabbing article like yours. It is beautiful worth enough for me.

Personally, if all web owners and bloggers made just right content material as you probably did, the web might be a lot more useful than ever before.

Einerlei, dass ich keine Erika kenne und dass der Text im „Spam“-Ordner gelandet war: Ich finde diesen Kommentar grossartig!!!

Und so drucke ich den Kommentar in grossen Lettern aus, hänge ihn über den Bildschirm und stelle mir vor, ich sei tatsächlich gemeint gewesen.


Die Privatsphäre unserer Kinder

23. Februar 2015

Immer wieder wird mir gesagt, dass Kinder ein Recht auf Privatsphäre hätten und es deshalb nicht erlaubt sei, ihre Handys und Computer zu überprüfen. Ich habe mir die Mühe gemacht, die UNICEF-Kinderrechte zu studieren, und man findet dort tatsächlich folgenden Artikel:

„Artikel 16
(1) Kein Kind darf willkürlichen oder rechtswidrigen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung oder seinen Schriftverkehr oder rechtswidrigen Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden.
(2) Das Kind hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.“
[http://www.unicef.ch/sites/default/files/attachements/un_konvention_ueber_die_rechte_des_kindes.pdf]; aufgerufen am 23.2.2015.

Als Nichtjurist lässt mich dieser Artikel etwas ratlos zurück: Ist das Überprüfen des Handys – aus Besorgnis – gleichzusetzen einer willkürlichen Kontrolle des Schriftverkehrs eines Kindes?

Beim Studieren der Kinderrechtskonvention bin ich auf weitere interessante Artikel gestossen, die jedoch auch nicht unbedingt zur Klärung meiner Frage beigetragen haben:

„Artikel 3
(1) Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.
(2) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, dem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten seiner Eltern, seines Vormunds oder anderer für das Kind gesetzlich verantwortlicher Personen den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die zu seinem Wohlergehen notwendig sind; zu diesem Zweck treffen sie alle geeigneten Gesetzgebungs- und Verwaltungsmassnahmen.
(3) Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass die für die Fürsorge für das Kind oder dessen Schutz verantwortlichen Institutionen, Dienste und Einrichtungen den von den zuständigen Behörden festgelegten Normen entsprechen, insbesondere im Bereich der Sicherheit und der Gesundheit sowie hinsichtlich der Zahl und der fachlichen Eignung des Personals und des Bestehens einer ausreichenden Aufsicht.“
[http://www.unicef.ch/sites/default/files/attachements/un_konvention_ueber_die_rechte_des_kindes.pdf]; aufgerufen am 23.2.2015.

Heisst das jetzt, dass ich Handy und Computer dann überprüfen darf, wenn ich mir Sorge um das Wohl meines Kindes mache?

„Artikel 13
(1) Das Kind hat das Recht auf freie Meinungsäusserung; dieses Recht schliesst die Freiheit ein, ungeachtet der Staatsgrenzen Informationen und Gedankengut jeder Art in Wort, Schrift oder Druck, durch Kunstwerke oder andere vom Kind gewählte Mittel sich zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben.
(2) Die Ausübung dieses Rechts kann bestimmte, gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die erforderlich sind
a) für die Achtung der Rechte oder des Rufes anderer oder
b) für den Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung (ordre public), der Volksgesundheit oder der öffentlichen Sittlichkeit.“
[http://www.unicef.ch/sites/default/files/attachements/un_konvention_ueber_die_rechte_des_kindes.pdf]; aufgerufen am 23.2.2015.

Heisst das jetzt, dass ich Handy und Computer meines Kindes überprüfen darf, wenn ich annehme, dass es Rechte anderer beschneidet?

Meine persönliche Empfehlung: Treffen Sie für die Nutzung digitaler Medien Vereinbarungen mit Ihrem Kind; dazu gehört z.B.: Wann, wo und wie darf ich diese Medien nutzen?
So lange sich Ihr Kind an diese Regelungen hält, sollten die Geräte nicht kontrolliert werden. Wenn sich Ihr Kind aber nicht an die Vereinbarungen hält und Sie sich Sorge machen, ob es ihm gut geht, oder Sie sich sorgen, dass Ihr Kind andere bedrängt, sollte auch eine Kontrolle der Geräte möglich sein.

Ein Film, der diese Problematik aufgreift, ist: „Let’s fight it together“: https://www.youtube.com/watch?v=hYrDbGzZVUQ
Im Film schaut sich die Mutter des Mobbingopfers sein Videotagebuch an. Was meinen Sie: Richtig oder falsch?