„Instagram – oje!“ oder: „Meine Erfahrungen mit Instagram“

Ich mache schon lange keine neuen Profile mehr im Internet. Die Beleidigungsmöglichkeiten sind mir hinlänglich bekannt, und sie unterscheiden sich in den verschiedenen Communities nur in Nuancen.
Da nun aber viele Beleidigungen bei Schulkindern über die Kommentarfunktion von Instagram verbreitet werden und ein Abflauen nicht in Sicht ist, hat mich doch wieder einmal der Aff gebissen, und ich habe ein Instagram-Konto erstellt. Und das ging so:

Zuerst auf die Instagram-Homepage – Nutzungsbedingungen lesen: Oh, ich hab mich wohl vertippt, ich bin bei den englischen Nutzungsbedingungen gelandet. Also nochmals auf das deutsche Wort „Nutzungsbedingungen“ klicken – schon wieder Englisch. Aha, die gibt‘s nur in Englisch – toll! Nach etwa einem Dutzend Linien steht: „You must be at least 13 years old to use the Service.“ Dumm ist nur, dass Kinder unter 13 beim Lesen auf Englisch gar nicht so weit kommen.
Weiter geht‘s: Konto erstellen – wo ist der Button „Konto erstellen“? Nirgends! Also auf zu Google, Eingabe: „Konto erstellen auf Instagram.“ Die Lösung ist schnell gefunden – auf dem Computer geht das nicht – nur auf dem Smartphone. Also: Smartphone hervornehmen – Appstore – Information zu Instagram lesen. Lustig: Hier steht „ab 12“. Na ja.
Instagram herunterladen – Mailadresse angeben, Passwort ausdenken. Ich überlege mir bereits, welche Altersangabe ich machen werde. Doch – „tataa“: Nach der Eingabe des Passworts ist das Profil bereits erstellt. Was soll das? Ist das deren Ernst? Die interessiert das also gar nicht, wie alt ich bin.

Unterdessen weiss ich, weshalb Instagram auf eine Altersangabe verzichtet: Damit die kleinen Kinder nicht lügen müssen!



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